Forum Grenzwissenschaften und Kornkreise Kornkreise – Grenzwissenschaftliche Untersuchungen (Archiv-2019)

20. September 2007

Kornkreisreise von Peter Hattwig (Teil 4)

Besuch des Pentagramms
Am Sonntag haben Lars und ich das „Pentagramm“ besichtigt. Aufgrund des Aussehens hätte ich die Formation eher als „Schneeflocke“ bezeichnet. Die Präzision des Pentagramms lässt keinen Zweifel zu: Diese Formation ist nicht von Menschen gemacht. Sie könnte nicht einmal bei Tage und unter Zuhilfenahme geodätischer Messinstrumente mit dieser Genauigkeit hergestellt werden. Sie ist aber definitiv während der Nacht entstanden, denn das Gebiet wird laufend von Flugzeugen abgeflogen.
Es gibt noch weitere Hinweise für die Behauptung: Das sind einmal die Halme, die dicht über der Erde in einem eleganten Bogen aus der Erde kommen.
Zieht man einen solchen Halm heraus, dann geht die Biegung zwar etwas zurück, bleibt aber erhalten. Korn, das getreten wird, das biegt sich nicht in so einem kleinen Radius: Es bricht oder – wenn es nicht gebrochen ist – dann richtet es sich wieder auf, wenn es freigelegt wird. Noch beeindruckender sind die Wirbel, die in den Ecken entstanden sind.
Das Korn wurde an einigen Stellen fast schon korkenzieherartig gezwirbelt. Schön anzusehen sind auch die kleinen „Pünktchen“ auf dem Luftbild. Es handelt sich um Kreise von etwa einem Meter, die so kunstvoll bearbeitet wurden, dass in der Mitte nur wenige Halme stehen geblieben sind.
Mit roher Gewalt geht das nicht, das ist hohe Kunst. Kleine Begebenheit am Rande: Auf der Suche des Feldes trafen wir auf den Bauern, der uns bereitwillig den Weg zeigte. Er hatte schon Hinweise angebracht, welche Spur man benutzen sollte und hatte eine Spendenbox aufgestellt, in die man zwei Pfund einwerfen sollte. Sein Anliegen war berechtigt, denn durch die Besucher wird das Getreide doch ganz schön niedergetrampelt. Die Formation war auf jeden Fall ihr Geld wert.

FGK - Archiv 2019