Forum Grenzwissenschaften und Kornkreise Kornkreise – Grenzwissenschaftliche Untersuchungen (Archiv-2019)

16. September 2007

Kornkreisreise von Peter Hattwig (Teil 2)

Bericht 2: Beweis, dass nicht alle Kornkreise von Menschen gemacht sind
Vor den Augen dreier Beobachter und einer Reihe Kameras entstand in einem Zeitraum von weniger als zwei Stunden eine riesige Kornkreisformation nahe der Ortschaft Alton Barnes in Wiltshire. Es ist ausgeschlossen, dass Menschen im Spiel waren.
Am 6. Juli hielten sich drei Beobachter auf dem Knapp Hill Nachtwache, um die weite unter ihnen liegende Landschaft, besonders das so genannte East Field bei Alton Barnes, zu beobachten. Sie hatten mehrere Kameras aufgebaut, darunter eine Infrarot-Kamera, die die gesamte Nacht in Betrieb waren.
Die auf dieses Feld ausgerichtete Kamera konnte bis 1.35 Uhr das Weizenfeld ausmachen, bis es dann endgültig so dunkel war, dass auch sie nichts mehr erkennen konnte. Sämtliche Kameras liefen aber weiter. Es wurden jedoch keine Auffälligkeiten registriert, weder optisch noch akustisch.
Um 3.13 war es dann so weit: Am Himmel erschien ein heller Lichtblitz. Und um 3.20 Uhr machte die Kamera eine riesige Formation auf dem Weizenfeld aus, die sich über rund 400 mal 200 m erstreckte. Ganze 100 Minuten kann der Vorgang gedauert haben, dann waren 210 Kreise ins Korn eingeprägt. Es war die größte Formation dieses Jahres.
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Formation vom 7. Juli 2007 – ©Lucy Pringle

Einer der Beobachter sagte dem Reporter einer Tageszeitung: „Ich habe keine Ahnung, wie der Kreis entstanden ist. Ich weiß nur, dass er um 1.35 Uhr definitiv noch nicht zu sehen und um 3.20 Uhr auf einmal vorhanden war. Unsere Kameras haben bei der Dunkelheit nichts aufgenommen. Wenn dort eine riesige Gang von Leuten gewesen wäre, dann durften sie kein Licht und keine Laser verwendet, keine Geräusche gemacht und keine Ausstattungen benutzt haben, Sie hätten in totaler Dunkelheit arbeiten müssen. Ich halte den Lichtblitz für wichtig. Er war vergleichbar mit Wetterleuchten, aber es war ein mattes weißes Licht für den Bruchteil einer Sekunde. Ich wusste, dass in dem Augenblick etwas geschehen war, und schon nach 10 Minuten konnten wir die Formation auf den Film kriegen. Als ich als erster in die Kreise hineinging, fühlte ich mich richtig euphorisch.“
Lars und ich hatten die Formation sofort am ersten Tag besichtigt und hatten darüber diskutiert, wie viele Mannstunden wohl erforderlich seien, um die Kreise durch Trampeln zu erzeugen. Lars hatte bereits Erfahrungen, die er im Rahmen von FGK-Projekten gemacht hatte. Wir kamen auf die Größenordnung von 200 Mannstunden. Hinzu käme das Einmessen der geometrisch aufwendig gemachten Figur. Mit Sicherheit wäre das der größere Teil der Arbeit gewesen. Je nach Art der technischen Hilfsmittel wären noch einmal 500 Mannstunden (vielleicht auch 100 mehr oder weniger) hinzugekommen, um eine Größenordnung zu nennen. Es kann sich jeder selbst ausrechnen, wie viele Personen in den 100 Minuten gleichzeitig auf dem Feld hätten sein müssen. Aber diese hätten durch die Infrarot-Kamera entdeckt werden müssen.

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