Forum Grenzwissenschaften und Kornkreise Kornkreise – Grenzwissenschaftliche Untersuchungen (Archiv-2019)

10. Mai 2009

Doku: „Stonehenge – Heilende Felsen“

Stonehenge – Heilende Felsen
(14:00 – ARTE – 10.5.2009) (16:00 – ARTE – 20.5.2009)


Haben zwei britische Archäologen des Rätsels Lösung gefunden?
stonehenge1.jpgÜber die frühgeschichtliche Kultstätte Stonehenge ist bereits vieles bekannt. Zum Beispiel, dass sich die Errichtung über mehrere Etappen von etwa 3000 bis 1600 vor Chr. erstreckte.
Stonehenge liegt im Süden Englands in der Nähe von Amesbury in Wiltshire, etwa 13 Kilometer nördlich von Salisbury. Das riesige prähistorische Bauwerk gibt Archäologen weiterhin Rätsel auf. Vieles ist über die prähistorische Stätte bekannt, z. B. dass die verwendeten Bautechniken weit über das damalige Wissen hinausgingen. Doch wozu diente der riesige Steinkreis? Bisher ohne Antwort blieb die wichtige Frage nach dem Grund für die Errichtung des Monuments.
stonehenge2.jpgWar Stonehenge ein Pilgerort, an den Menschen kamen, um Heilung zu finden, eine religiöse Kultstätte, ein riesiger Kalender oder gar Landeplatz für Außerirdische? Über die Steinkreise von Stonehenge gibt es viele Theorien. Erstmals seit 44 Jahren werden Grabungen im heiligen Innenbezirk von Stonehenge durchgeführt und die Ergebnisse präsentiert.
Nach 18-monatigen Vorbereitungen erhoffen sich die britischen Archäologen Timothy Darvill und Geoff Wainwright von diesen Ausgrabungen einen maßgeblichen Beitrag zur Lösung eines der großen Rätsel der archäologischen Forschung. Die als Stonehenge-Experten bezeichneten Forscher glauben des Rätsels Lösung gefunden zu haben. Im Gegensatz zu anderen Spezialisten halten beide die Kultstätte weder für einen heiligen Ort noch für eine riesige Anlage zur Berechnung des Kalenders. Laut Wainwright war Stonehenge eine Art „prähistorisches Lourdes, ein Pilgerort, an den die Menschen kamen, weil sie Heilung suchten.“
stonehenge3.jpgAls Beweis führen sie aus Südwales stammende Blausteine an, denen magische Kräfte zugeschrieben wurden, und die im Innern des riesigen Steinkreises von Stonehenge gefunden wurden. Und nicht die großen Steinringe erklären die Bestimmung von Stonehenge, sondern die kleineren Blausteine in ihrer Mitte. Sie wurden mit steinzeitlichen Mitteln aus den 250 Kilometer entfernten Bergen im Südwesten von Wales herangeschafft. Für die beiden Forscher rechtfertigt nur die Nähe zu den dort vorkommenden Heilquellen, denen magische Kräfte zugeschrieben wurden, diese Anstrengung. Auch die Tatsache, dass die unweit von Stonehenge gefundenen Skelette überdurchschnittlich viele Knochenbrüche aufweisen, scheint diese Hypothese zu untermauern.
(Grossbritannien, 2008, 49 Minuten) – Regie: David Stewart

FGK - Archiv 2019