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17. März 2009

Megalith-Anlage „Hirtenwiese“, Darmstadt

Filed under: FGK,FGK-Blogroll,Peters — Frank @ 23:45

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am-baum1.jpgdas-schild1.jpgHessen – Die Megalith-Anlage „Hirtenwiese“ liegt in den Gemarkungen von Darmstadt und Roßdorf im Naturschutzgebiet „Scheftheimer Wiesen“ und ist mit 165 ha das zweitgrößte NSG im Altkreis Darmstadt.
In dieser Region ist ein solcher Fund einzigartig. Leider liegt er etwas abseits vom Weg, und da das Gebiet unter Naturschutz steht, gelangt man nur im Winter dort hin.
stein1.jpgsteine1.jpgDie Megalith-Anlage, um 2000 v. Chr., beweist, dass diese Gegend schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt und bedeutendes Kulturzentrum war. 1967 wurde die Anlage vom Roßdorfer Heimatforscher Heinrich Gunkel entdeckt. Mindestens 14 Steine bilden links und rechts des Ruthsenbaches eine Menhiranlage, zu der es in dieser Region kein Vergleiche gibt. Es handelt sich eventuell um die Reste eines Cromlechs, also um eine Steinkreisanlage. Beim Material der Steine handet es sich um Granitporphir, dessen nächstgelegenes Vorkommen etwa 1,6 km südwestlich zwischen Schleppweg, Heuweg und Eisenweg entlang der Eisenhandschneise nachgewiesen wurde. Der Bach durchfloß ursprünglich die Wiese – sein heutiger Lauf ist neuzeitlich.
schild1.jpgstein-im-bach1.jpgMenhire sind Zeugnisse kultischer Vorstellung, die sich während der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends über weite Teile Mittel-europas verbreiteten. Sie sind von Frankreich über das nördliche Oberrheingebiet und Hessen bis nach Mitteldeutschland zu finden. Die wohl bekanntesten Menhire stehen bei Carnac in der Bretagne, wo über 1000 Steine zu kilometerlangen Alleen angeordnet sind.
Weitere Informationen unter menhir.deAlle Fotos: Anja Volb©FGK

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