Forum Grenzwissenschaften und Kornkreise Kornkreise – Grenzwissenschaftliche Untersuchungen (Archiv-2019)

30. November 2010

Projekt „Genie und Geometrie“

Die Fernsehsendung „Genie und Geometrie – Stonehenge und die Vermessung der Welt“ von Ronald P. Vaughan wurde erstmals am 25. November bei 3sat gezeigt und wird dort am 1. Dezember wiederholt.
In Europa sind rund 50.000 Steinmonumente aus der Vorgeschichte registriert. Orte wie Stonehenge, Carnac, Gizeh und Chartres stehen für geniale Bauwerke mit geheimnisvoller Symbolik und vielfältigen Verbindungen zur Erde und dem Kosmos.

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Bild: Carnac/Bretagne – 21.08.2007 – F.Peters©FGK
Können neue Spuren aus der Frühgeschichte mit Landkarten, Kombinatorik und mit dem Computer entdeckt werden? Ronald P. Vaughan, Initiator des Projektes „Genie und Geometrie“, ist der Überzeugung, dass in allen Anordnungen von sakralen Bauplätzen eine Systematik, Mathematik und nachvollziehbare Geometrie liegt. „Der Ort an sich war stets wichtig, aber die harmonische Anordnung und die Verbindungslinien dürften zur Verstärkung von vermeintlichen, nicht messbaren Kräften gedient haben“. Auf der Suche nach bemerkenswerten Spuren aus der Frühzeit reist Vaughan mit der Kamera quer durch Mitteleuropa. Die Suche führt durch einen Zeitraum von annähernd siebentausend Jahren, von den Kreisgrabenanlagen welche rund 5.000 vor Christus errichtet wurden, über Stonehenge über den Dombau bis zur barocken Stadtplanung von Karlsruhe die eindeutig auf den Dom zu Speyer hinweist. Seitdem Menschen Bauwerke errichten, arbeiten sie mit großem Aufwand, mit hervorragendem technischen Wissen und auch im Einklang mit der Sonne, dem Mond und mit den sichtbaren Gestirnen. Das Wissen rund um das Planen mit dem Lauf der Gestirne ist größtenteils in Vergessenheit geraten, ebenso das Wissen über den Sinn und Zweck von mindestens 50.000 Bauwerken der sogenannten Megalithkultur, die innerhalb von rund 3.500 Jahren von Nord-Schottland bis Nord-Afrika errichtet wurden. Sowohl die Erbauer der Kreisgrabenanlagen als auch die Gestalter der Himmelsscheibe von Nebra, kannten die Erde und den Kosmos offenbar unglaublich gut.
Der Film versucht keine spekulativen Antworten zu konstruieren, und stellt die Spuren unserer genial, geometrisch orientierten Vorfahren in den Mittelpunkt. In der Dokumentation kommen u.a. der englische Forscher und Bestsellerautor Paul Devereux, der Wiener Archäologieprofessor und Kreisgraben-Pionier Wolfgang Neubauer und der Landvermesser und Entdecker der mittelalterlichen Kirchenausrichtungen Erwin Reidinger zu Wort.
Die Sendung wurde erstmals am 25. November 2010 ausgestrahlt – wiederholt wird sie am Mittwoch, 1. Dezember 2010 um 14.15 Uhr in Stereo, 16:9, auf 3sat
::3sat – Programm
::Weitere Informationen – Genie und Geometrie

21. April 2010

Eyjafjallajökull – tausende auf Odyssee

Filed under: FGK-Blogroll,Geologie,Gesundheit,Klima,Peters,Umwelt — Frank @ 00:30

Seit einer Woche legt der isländische Vulkan Eyjafjallajökull fast den gesamten Flugverkehr in Europa lahm. Viele tausend Reisende sitzen auf gepackten Koffern, haben sich bereits anderweitig um ihre Rückreise bemüht oder warten immer noch darauf, dass das Flugverbot endlich aufgehoben wird. Die Verluste der Fluggesellschaften und Reisebüros gehen in die zig Millionen. Eine kleine Rauchwolke lähmt ganz Europa und die Naturgewalten zeigen der Technik deutlich die Grenzen und uns, wie abhängig wir von alldem geworden sind. An größere Szenarien, wie z.B. einen Ausbruch des Vulkans unter dem Yellowstone Nationalpark (möglicherweise wochenlange Dunkelheit) oder starke Sonneneruptionen (günstigstenfalls nur der Zusammenbruch des gesamten Stromnetzes), mag man da gar nicht erst denken.
blauerhimmel.jpgAber in der Woche gab es auch Positives zu verzeichnen: In Deutschland und in vielen anderen Teilen Europas, wie z.B. in Irland, genossen viele Menschen eine Woche lang einen fast durchgehend strahlend blauen Himmel. Das bemerkten auch Redakteure des Norddeutschen Rundfunks mit der Feststellung: „ein blauer Himmel ohne Kondensstreifen“. Damit sollten wohl Chemtrails gemeint sein, die sich im Gegensatz zu den normalen Kondensstreifen, sehr lange am Himmel halten. Bei ihrer Auflösung sorgen die Chemtrails allerdings dann dafür, dass sie bei großer Häufigkeit, einen zuvor blauen Himmel komplett grau zukleistern können. Kondensstreifen halten sich nur kurze Zeit und lösen sich schnell wieder auf. Viele Menschen waren in der Woche über das strahlende Blau des Himmels begeistert und vor allem darüber, endlich einmal keine Chemtrails mehr sehen zu müssen.
Die Begeisterung drückte sich in zahlreichen E-Mails an die Redaktion aus: „Heute am Tag war ein strahlend blauer Himmel zu sehen, wolkenlos ohne Streifen, traumhaft schön anzusehen. Es fiel richtig auf.“
Aufregend schön sind auch viele der Fotos des Boston Globe. Er zeigt auf seiner Internet-Seite „The Big Picture – News stories in photographs“ beeindruckende Bilder vom isländischen Vulkan Eyjafjallajökull.
An dem „Bilderrausch“ der Naturgewalten sind u.a. Fotografen der Nachrichtenagenturen Reuters, AP und AFP beteiligt ::mehr

15. April 2010

Vulkan Eyjafjallajökull hat Europa im Griff

Filed under: FGK-Blogroll,Geologie,Klima,Peters,Umwelt — Frank @ 20:57

Der isländische Vulkan “Eyjafjallajökull” spuckt heiße Lava und Asche in den Himmel über Island. Die Asche des Vulkans gelangt durch den Westwind, der für den Nordatlantik typisch ist, momentan nach Kontinentaleuropa.

Musik: „Depart And Eternity Theme“ by Eleni Karaindrou
In Nord- und Westeuropa sind durch die Staubwolke aus Island bereits viele Flughäfen geschlossen worden. In Großbritannien startet oder landet derzeit keine Maschine, ebensowenig in Irland und Island. In Nordeuropa sind Norwegen, Schweden und Finnland von weiteren Schließungen der Flughäfen betroffen. Ebenso wurde der Flugverkehr inzwischen auf den norddeutschen Flughäfen eingestellt. Die Folgen sind jedoch inzwischen global, es fliegen weder Flugzeuge von Oslo nach Paris, von Kopenhagen nach Kairo oder von Budapest nach Dublin. Ebenso werden z.B. Flüge von oder nach New York, Sydney oder Buenos Aires gecancelt oder umgeleitet. Ölplattformen in der Nordsee und der norwegische Archipel Spitzbergen sind momentan isoliert. In Europa sind rund ein Viertel aller Flüge ausgefallen und viele Passagiere sitzen auf den Flughäfen fest. Das Problem ist nicht die verminderte Sicht bei den Flügen, sondern Ablagerungen von Asche auf Tragflächen und ihr Eindringen in die Triebwerke.
Ob die Staub-, Asche- und Schwefelpartikel in der Atmosphäre Auswirkungen auf das Wetter haben werden, kann bisher noch nicht gesagt werden. In der Vergangenheit gab es immer wieder starke Vulkanausbrüche weltweit, die zu leichten Abkühlungen geführt hatten. Um jedoch auch weltweit Auswirkungen feststellen zu können, muss die Aschewolke erst einmal um den Globus herum sein. Eine direkte Veränderung des Wetters kann aber fast ausgeschlossen werden. Wahrscheinlicher wäre es, wenn der Sommer kühler ausfällt. Denn wenn das Sonnenlicht von den Staubartikeln in der Stratosphäre wieder in den Weltraum reflektiert wird, kann es über einen längeren Zeitraum nicht zur Erdoberfläche durchdringen. Kannte man solche Szenarien zuletzt nur aus dem Inselreich der Philippinen bei den Ausbrüchen der Vulkane Mayon und Pinatubo, sind jetzt erstmals Nord- und West-Europa betroffen.
Isländische Geologen gehen davon aus, dass die Eruptionen des Eyjafjallajökull Tage, aber auch Jahre andauern könnten. Momentan werden sie stärker. Der Nachschub für die Aschewolke dürfte vorerst also nicht abreißen. Am Donnerstag stieß der Eyjafjallajökull mit unverminderter Stärke eine Säule aus Rauch und Asche in den Himmel. Sie erreichte eine Höhe von ca. 11 km. Der Wind trieb die Asche wie am Vortag in östliche Richtung auf den europäischen Kontinent zu.
Der Vulkan unter dem Gletscher Eyjafjallajökull war erst am Mittwochmorgen ausgebrochen. Bereits im März war am Eyjafjallajökull erstmals seit 1823 ein Vulkan ausgebrochen.

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